Traurige Bilanz: Fast 290 geförderte Stellen für Langzeitarbeitslose weggefallen

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Zum 31. Dezember 2018 sind zwei Beschäftigungsprogramme für Langzeitarbeitslose ausgelaufen. Die Statistiken der Agentur für Arbeit bestätigen inzwischen: Fast 290 Langzeitarbeitslose haben dadurch ihre Jobs verloren. Im Laufe des Jahres fallen noch einmal 400 und zum Jahresende über 300 Stellen weg. Das sind zusammen fast 1.000 Arbeitsplätze.

Zum 31. Dezember 2018 sind zwei Beschäftigungsprogramme für Langzeitarbeitslose ausgelaufen. Die Statistiken der Agentur für Arbeit bestätigen inzwischen: Fast 290 Langzeitarbeitslose haben dadurch ihre Jobs verloren. Im Laufe des Jahres fallen noch einmal 400 und zum Jahresende über 300 Stellen weg. Das sind zusammen fast 1.000 Arbeitsplätze. Dagegen stehen aktuell etwa 24 neu geschaffene Stellen. „Bei Jobverlusten dieses Ausmaßes wäre normalerweise der Aufschrei in Hamburg groß. Wo aber sind die Stimmen derer, die sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose einsetzen?“, fragt Carola Ensslen, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Zwar habe sich der rot-grüne Senat zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr bis zu 800 mit Bundesmitteln geförderte Stellen für Langzeiterwerbslose zu schaffen. Das aber reiche nicht, meint Ensslen: „Unter dem Strich ist das ein Stellenabbau.“

Mit einem Bürgerschaftsantrag will DIE LINKE nun erreichen, dass die bisher geförderten Stellen erhalten bleiben und sich die Anstrengungen darauf richten, Langzeiterwerbslosigkeit wirklich abzubauen.

„Dazu muss der Senat aber auch selber Geld in die Hand nehmen“, sagt Ensslen. „Schließlich spart Hamburg und erhält Steueranteile, wenn Erwerbslose Geld verdienen und nicht mehr auf Sozialleistungen angewiesen sind. Eine klassische Win-Win-Situation. Diese Mittel muss der Senat sozial einsetzen und nicht im Haushalt verschwinden lassen.“

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