Freiwilliges Engagement während der Corona-Pandemie

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Hamburg nimmt beim Engagement für Geflüchtete mit 16,3 Prozent den Spitzenplatz im Ländervergleich des Freiwilligensurvey 2019 ein. Von den befragten Hamburger:innen, die sich derzeit nicht engagieren, gaben 64.5 Prozent an, dass sie sich dies in Zukunft vorstellen könnten.
Nun konnte das freiwillige Engagement in den Einrichtungen von Fördern & Wohnen in den letzten zwei Jahren coronabedingt nur eingeschränkt stattfinden. Die Zahl der neuen Ehrenamtsvereinbarungen bei Fördern & Wohnen ist stark zurückgegangen. Während es im Jahr 2019 noch 296 waren, sind es 2021 lediglich 87. Die meisten ehrenamtlichen Helfer:innen unterstützen die Folgeunterkünfte. Aktuell bestehen 68 Ehrenamtsvereinbarungen an den Erstaufnahmen und 1.833 Vereinbarungen an den Folgeunterkünften. Leider ist die ehrenamtliche Unterstützung sehr ungleich verteilt. Hier bedarf es mehr Anstrengungen und Förderung.

Den Hamburger:innen soll es möglich gemacht werden, sich ohne große bürokratische Hürden und auf allen Gebieten zu engagieren zu können. Um dieses Ziel zu erreichen wurden in der Engagementstrategie 2020 acht Schwerpunkte mit konkreten Maßnahmen entwickelt. Besonders kleinere und mittlere Initiativen und Projekte sollen dadurch gefördert werden. Die Maßnahmen konnten wegen der Corona-Pandemie bislang kaum umgesetzt werden.

In der Anfrage (Drs. 22/06195) berichtet der Senat von einem besonderen Förderprojekt „Geld für Gutes“ in Harburg. Es werde ermöglicht, Kleinstvorhaben direkt und niedrigschwellig beim Freiwilligennetzwerk zu beantragen und finanzieren zu lassen. Außerdem sei das Vergabeverfahren für finanzielle Mittel vereinfacht worden, indem Gelder über Verfügungsfonds und / oder Dachträger (Internationalen Bund e.V. bzw. Lawaetz-Stiftung) vergeben werden. Zusätzlich seien die Antragsformulare für die Beantragung von Mitteln überarbeitet worden.

Dazu Carola Ensslen:
„Hamburgs Engagementpotenzial ist ein Schatz, der gehoben werden muss. Es ist wichtig, auch in Zeiten der Pandemie das Engagement aufrecht zu erhalten. Natürlich mussten und müssen Kontakte reduziert werden und man muss in den digitalen Raum ausweichen, aber die zum Teil sehr strikte Abschottung der Unterkünfte wurde und wird dem nicht gerecht, was die Geflüchteten brauchen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Zugang zu Fördermitteln. Es ist zu begrüßen dass die Anträge verständlicher geworden sind und das Vergabeverfahren transparenter ist. Trotzdem ist es aktuell immer noch nicht möglich, online zu stellen. Da muss weiter nachgebessert werden.“

Mehr Informationen finden Sie in den Anfragen Drs.22/06195 und Drs.22/06215.

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