13 000 Notfälle in Hamburg: Senat reagiert ratlos auf die Zahl dringend Wohnungssuchender

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Zum Jahreswechsel suchten 13.079 Haushalte in Hamburg händeringend eine Wohnung. Und diese Zahl ist sogar gewachsen. Das ergab eine Große Anfrage der Linksfraktion. 8.651 dieser Haushalte – darunter viele geflüchtete Familien – verfügen über eine Dringlichkeitsbestätigung. Das heißt, sie alle befinden sich in öffentlich-rechtlicher Unterbringung oder sind gar obdachlos und sind bei den Fachämtern als vordringlich wohnungssuchend gemeldet. Weitere 4.428 Haushalte verfügen aufgrund einer außergewöhnlichen Lebenssituation über einen Dringlichkeitsschein.

Dazu Carola Ensslen, flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die sechs Mitarbeitenden des Einzugs- und Begleitteams von fördern&wohnen haben seit Dezember 2020 lediglich für 46 Haushalte Mietverträge vermitteln können – und das, obwohl sie sich nach Kräften bemühen, Geflüchtete und andere Wohnungslose aus den Unterkünften beim Übergang in Wohnraum zu unterstützen. Das steht in einem krassen Missverhältnis zur Zahl der berechtigten Haushalte. Der Senat kennt das Problem zwar, weiß aber keine Antwort auf die Frage, wie mehr betroffene Menschen schneller an Wohnraum kommen können. Nicht einmal das Einzugs- und Begleitteam soll personell aufgestockt werden – dabei wäre zumindest das doch ein kleiner Schritt. Stattdessen schließt der Senat einen Vertrag ausgerechnet mit einem Anbieter überteuerter Mikro-Appartments. Sowas ist ratlos und fantasielos“.

Unsere große Anfrage (Drs. 22/3940) mit Antworten finden Sie hier. Außerdem gibt es die  Auswertung-GA-Wohnraum.

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